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Monatliche Dividende mit 3 ETFs: Gewichtung & Kapital

Kalender, Portfolio-Unterlagen und Euro-Bargeld auf dem Schreibtisch. Symbol für monatliche Dividenden mit drei ETFs

Eine monatliche Ausschüttung lässt sich nicht nur über spezialisierte Monatszahler-ETFs erreichen, sondern auch durch die Kombination mehrerer quartalsweise ausschüttender ETFs, deren Ausschüttungstermine sich nicht überschneiden. Im Folgenden stelle ich eine Kombination aus drei ETFs vor, die zusammen alle zwölf Monate des Jahres abdecken - inklusive Gewichtung, praktischer Umsetzung und einer Einschätzung des nötigen Kapitals für ein bestimmtes monatliches Ausschüttungsziel.

Spezialisierte Monatszahler-ETFs sind in der Praxis häufig teurer, kleiner im Fondsvolumen oder eng konstruiert. Werden stattdessen drei etablierte, breit gestreute Quartalszahler kombiniert, lässt sich eine ähnliche Ausschüttungshäufigkeit erreichen, ohne diese Nachteile in Kauf zu nehmen.

Warum nicht einfach ein ETF, der jeden Monat ausschüttet?

Dividenden sind Gewinnanteile, die Unternehmen an ihre Aktionäre ausschütten. Bei Einzelaktien besteht ein Konzentrationsrisiko: Der Cashflow hängt von wenigen Unternehmen ab, die ihre Dividende kürzen oder streichen können. Dividenden-ETFs reduzieren dieses Risiko durch die Streuung über viele Unternehmen.

Eine naheliegende Alternative wäre ein ETF, der direkt monatlich ausschüttet. In der Praxis sind solche Produkte jedoch häufiger teurer, kleiner im Fondsvolumen oder eng spezialisiert. Die monatliche Ausschüttung wird dann mitunter durch schlechtere Streuung oder geringere Gesamtrendite erkauft.

Die meisten etablierten ETFs schütten quartalsweise aus. Werden drei ETFs mit nicht überschneidenden Ausschüttungsterminen kombiniert, ergeben sich daraus zwölf Ausschüttungstermine im Jahr - bei einer deutlich größeren Auswahl an verfügbaren ETFs.

Die Mechanik dahinter

Ein ETF schüttet typischerweise in vier Monaten im Jahr aus. Drei ETFs ergeben damit 3 × 4 = 12 Ausschüttungsmonate, sofern sich die Monate nicht überschneiden. Dafür braucht jeder ETF ein eigenes Quartalsset:

Set Ausschüttungsmonate
Set A Januar, April, Juli, Oktober
Set B Februar, Mai, August, November
Set C März, Juni, September, Dezember

Die drei ETFs im Detail

1. iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF

ISIN DE000A0F5UH1 · TER 0,46 % p. a. · Ausschüttung: Januar, April, Juli, Oktober

Der ETF bildet rund 100 dividendenstarke Unternehmen aus Industrieländern weltweit ab, verteilt auf Nordamerika, Europa und den asiatisch-pazifischen Raum. Im Vergleich der drei ETFs hat er den stärksten Dividendenfokus. Dividendenstrategien sind tendenziell branchenlastig, häufig in Richtung Finanzwerte, Versorger und Energiewerte, da diese Sektoren traditionell höhere Dividenden zahlen. Die beiden folgenden ETFs gleichen das aus.

2. Fidelity Global Quality Income UCITS ETF

ISIN IE00BYXVGZ48 · TER 0,40 % p. a. · Ausschüttung: Februar, Mai, August, November

Der ETF verfolgt im Vergleich zu klassischen Dividenden-Aristokraten-ETFs einen anderen Ansatz: Statt primär auf die Höhe der Ausschüttungsrendite zu achten, gewichtet er stärker nach wirtschaftlicher Stabilität der Unternehmen. Das ergänzt die beiden anderen ETFs um einen Qualitätsfaktor.

3. Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF

ISIN IE00B8GKDB10 · TER 0,29 % p. a. · Ausschüttung: März, Juni, September, Dezember

Der ETF bildet eine breit gestreute Weltbasis mit Dividendenfokus ab und enthält mehrere tausend Unternehmen. Er deckt die Monate März, Juni, September und Dezember ab und schließt damit die letzte Lücke im Jahreskalender.

Gewichtung: 40 / 30 / 30

Eine Gleichgewichtung von je einem Drittel ist möglich. Die folgende Gewichtung berücksichtigt stattdessen die unterschiedliche Funktion der drei ETFs: Vanguard als breite Basis, iShares mit dem stärksten Ausschüttungsfokus, Fidelity als Gegengewicht zu reinen High-Yield-Titeln mit schwächeren Geschäftsmodellen.

ETF Rolle Gewichtung Ausschüttung
Vanguard FTSE All-World High Div. Yield Basis 40 % Mär / Jun / Sep / Dez
iShares STOXX Global Select Div. 100 Ausschüttungsfokus 30 % Jan / Apr / Jul / Okt
Fidelity Global Quality Income Qualitätsfaktor 30 % Feb / Mai / Aug / Nov

Der breit gestreute ETF erhält dabei das größte Gewicht, die beiden spezialisierteren ETFs behalten ausreichend Gewicht für einen spürbaren Effekt auf die Ausschüttungsrendite. Eine höhere Ausschüttung kurzfristig lässt sich durch einen höheren iShares-Anteil erreichen, mehr Stabilität durch einen höheren Vanguard-Anteil. 40 / 30 / 30 ist ein möglicher Ausgangspunkt zwischen beiden Zielen.

Praktische Umsetzung

Der wiederholte Kauf mehrerer ETFs in einer festen Gewichtung lässt sich bei manchen Brokern über sogenannte „Pies“ vereinfachen. Ein Pie bündelt mehrere ETFs in einer festgelegten Gewichtung und lässt sich per Einmalkauf oder Sparplan automatisch in dieser Verteilung besparen.

Ein Vergleich von Brokern hinsichtlich Kosten, ETF-Auswahl und Sparplan-Konditionen findet sich im unabhängigen Depot-Vergleich.

Wie viel Kapital wird für ein Dividendenziel benötigt?

Eine genaue Berechnung ist nicht möglich, da Dividenden, Kurse und die individuelle Steuerlast schwanken. Als Orientierung: 500 € netto pro Monat entsprechen 6.000 € netto pro Jahr. Nach Sparerpauschbetrag, Abgeltungsteuer, Soli und ggf. Kirchensteuer ergibt sich ein Bruttobedarf von etwa 7.000-7.800 € pro Jahr, im Beispiel gerechnet mit 7.200 € brutto.

Mit der 40 / 30 / 30-Gewichtung liegt die durchschnittliche Ausschüttungsrendite bei etwa 3,5-4 %. Benötigtes Kapital = jährliche Bruttoausschüttung ÷ Rendite. Daraus ergeben sich folgende Richtwerte:

Monatsziel (netto) Jährlich brutto (ca.) Benötigtes Kapital (ca.)
500 € 7.200 € 180.000 - 200.000 €
1.000 € 14.400 € ca. 400.000 €
2.000 € 28.800 € ca. 800.000 €
Richtwerte ohne Gewähr - gerechnet mit ca. 3,5-4 % Ausschüttungsrendite.

Diese Werte sind Richtwerte ohne Gewähr. In der Aufbauphase ist eine Reinvestition der Dividenden statt einer sofortigen Auszahlung üblich, um das Kapital schneller aufzubauen. Wie stark der Zinseszinseffekt dabei wirkt, lässt sich mit dem Zinseszinsrechner und dem Dividendenrechner durchspielen.

Fazit

Die Kombination aus iShares STOXX Global Select Dividend 100 (Jan / Apr / Jul / Okt), Fidelity Global Quality Income (Feb / Mai / Aug / Nov) und Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield (Mär / Jun / Sep / Dez) in der Gewichtung 40 / 30 / 30 deckt alle zwölf Monate ab, ohne auf spezialisierte Monatszahler-ETFs zurückgreifen zu müssen.

Häufige Fragen: Monatliche Dividende mit ETFs

Wie bekomme ich jeden Monat Dividende mit ETFs?

Indem du drei quartalsweise ausschüttende ETFs kombinierst, deren Ausschüttungsmonate sich nicht überschneiden. Ein ETF zahlt typischerweise in vier Monaten, drei ETFs ergeben 3 × 4 = 12 Ausschüttungsmonate.

Gibt es ETFs, die jeden Monat ausschütten?

Ja, spezialisierte Monatszahler-ETFs gibt es. In der Praxis sind sie häufiger teurer, kleiner im Fondsvolumen oder eng spezialisiert, und die monatliche Ausschüttung wird mitunter durch schlechtere Streuung oder geringere Gesamtrendite erkauft.

Welche drei ETFs deckt die Strategie ab?

Der iShares STOXX Global Select Dividend 100 zahlt im Januar, April, Juli und Oktober, der Fidelity Global Quality Income im Februar, Mai, August und November. Der Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield schließt mit März, Juni, September und Dezember die letzte Lücke.

Wie viel Kapital brauche ich für 500 Euro Dividende im Monat?

Als Richtwert ohne Gewähr etwa 180.000 bis 200.000 Euro, gerechnet mit rund 3,5 bis 4 % Ausschüttungsrendite bei der 40 / 30 / 30-Gewichtung. Für 1.000 Euro im Monat sind es etwa 400.000 Euro. Dividenden, Kurse und die persönliche Steuerlast schwanken, eine genaue Berechnung ist nicht möglich.

Warum 40 / 30 / 30 und nicht dreimal ein Drittel?

Der breit gestreute Vanguard-ETF bildet mit 40 % die Basis, iShares (30 %) bringt den stärksten Ausschüttungsfokus und Fidelity (30 %) einen Qualitätsfaktor. Ein höherer iShares-Anteil bringt kurzfristig mehr Ausschüttung, ein höherer Vanguard-Anteil mehr Stabilität. Eine Gleichgewichtung ist ebenfalls möglich.

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Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Alle Angaben, Renditen und Beispielrechnungen sind sorgfältig recherchiert, können sich jedoch ändern – eine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit können wir nicht übernehmen. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust. Aktien4future bietet keine Anlageberatung.

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