• Kreditkarten
  • Broker
  • Cashback
  • Vergleich
  • Trading 212
  • Trade Republic

Cashback Karte: 1,5 %, 1 % oder 0,5 %, welche ist die Beste?

Mehrere Bankkarten auf einem Tisch, daneben ein Taschenrechner mit Prozentanzeige

Brokern, Banken und Zahlungs-Apps liefern sich gerade ein Cashback-Wettrennen. Auf den Bannern stehen 1,5 %, 1 % oder 0,5 %.

Entscheidend ist nicht die größte Zahl, sondern was nach 12 Monaten übrig bleibt. Monats-Caps von 15 €, Karten- und Kontogebühren sowie Bedingungen wie Sparplan oder Abo verschieben das Ranking deutlich.

Der Haken: Eine Karte mit 1 % kann unter dem Strich schlechter abschneiden als eine mit 0,5 %. Und bei sehr hohem Umsatz dreht das Cap den Vergleich komplett.

1,5 % Cashback Trading 212 bis 15 € mtl., Abo + Invest aktivieren
1 % Cashback Trade Republic Safeback bis 15 € mtl., 50 € Sparplan
0 % Auslandsgebühr T212 Zahlungen in Fremdwährung
2,5 % Auslandsgebühr Magenta Pay bei Fremdwährung

Warum die höchste Prozentzahl oft nicht gewinnt

Die vier Fragen entscheiden: Wie hoch ist das Prozent? Bis zu welchem Betrag gilt es (Cap)? Was kostet Karte oder Konto? Was passiert mit dem Cashback - wird es ausgegeben oder automatisch investiert?

Addierst du Cap, Gebühren und Bedingungen, verändern sich die Ergebnisse spürbar. Genau deshalb kann 0,5 % am Ende mehr bedeuten als 1 %.

Trading 212 vs. Trade Republic: gleicher Cap, andere Bedingungen

Beide Brokerkarten deckeln das Cashback bei 15 € pro Monat. Der Weg dorthin ist verschieden.

  • Trading 212: 1,5 % Cashback, Cap bei 15 €. Das Maximum erreichst du schon bei 1.000 € Monatsumsatz. Voraussetzung: Invest-Cashback aktiv und mindestens ein aktives Abo über die Karte. Auslandsgebühr beim Bezahlen: 0 %. Bargeld bis 400 € pro Monat kostenlos, danach 1 %.
  • Trade Republic: 1 % Safeback, Cap bei 15 €. Das Maximum erreichst du erst bei 1.500 € Monatsumsatz. Voraussetzung: mindestens 50 € Sparplan pro Monat. Bargeld ab 100 € kostenlos, darunter 1 € je Abhebung.

Für Alltagsumsätze bis 1.000 € pro Monat liefert 1,5 % naturgemäß mehr zurück. Ab 1.500 € sind beide beim Cap gleichauf, die Nebenkonditionen (Abo vs. Sparplan, Auslandsgebühr, Bargeld) geben dann den Ausschlag.

500 € Monatsumsatz: so fallen die Netto-Ergebnisse aus

Bei typischer Kartennutzung für Supermarkt, Tanken und Abos zählt der Netto-Betrag nach 12 Monaten, inklusive einmaliger Karten- oder Kontokosten.

Karte Ergebnis Warum es zählt
Trading 212 ca. 85 € 1,5 % hilft schon bei kleinem Umsatz, inkl. Kartenfee
Magenta Pay ca. 60 € 1 % ohne Cap, aber Coins und Gebühren bei Fremdwährung
Trade Republic ca. 55 € 1 % Safeback, Cap 15 €, Sparplan-Pflicht
GMX Gold ca. 30 € 0,5 % Grund-Cashback, Achtung Teilzahlung
C24 Max ca. -59 € 1 % wird vom Kontoentgelt 9,90 € mtl. aufgefressen
Netto-Cashback nach 12 Monaten bei 500 € mtl. Umsatz

Auffällig: Trotz 1 % landet C24 Max mit 9,90 € Kontogebühr pro Monat im Minus. Targobank Gold schafft bei 1 % nach Abzug der Jahresgebühr nur etwa 1 € Plus. SumUp liegt mit 0,5 % ebenfalls um 30 €, hebt sich im Supermarkt mit 2 % bis maximal 10 € pro Monat etwas ab.

2.000 € pro Monat: Caps bremsen Brokerkarten, Magenta Pay vorn

Bei hohem Umsatz schlägt das Cap durch. Trading 212 und Trade Republic laufen wegen der 15 € Grenze fast gleichauf und landen bei rund 175 € pro Jahr. C24 Max holt den Konto-Preis teilweise rein und kommt auf etwa 121 €. Mathematisch vorn liegt Magenta Pay mit rund 240 €, weil dort kein Cap greift.

Der Haken: Auslandsentgelte. Magenta Pay belastet Zahlungen außerhalb des Euro-Raums mit 2,5 %. Schon 300 € Fremdwährungsumsatz im Monat kosten 7,50 € - also 90 € im Jahr - und drücken den Vorteil deutlich.

Magenta Pay ohne Fremdwährung 240 € p.a.
kein Cap
Magenta Pay mit 2,5 % FX-Gebühr ca. 150 € p.a.
300 € mtl. in Fremdwährung
Trading 212 (0 % FX) ca. 175 € p.a.
Cap 15 € mtl.
Effekt der Fremdwährungsgebühr bei 2.000 € mtl. Umsatz

Für Reisen, Online-Shops außerhalb der Eurozone und gemischte Nutzung ist eine Auslandsgebühr von 0 % ein starkes Argument. Genau dort punkten Brokerkarten zusätzlich zu ihrem Reinvest.

Reinvest statt verschwinden: warum Brokerkarten für Anleger Sinn machen

Klassische Cashback-Karten buchen Guthaben, Punkte oder Coins. Realistisch wird ein Großteil davon wieder ausgegeben. Bei Brokerkarten fließt das Cashback automatisch in ein Depot oder eine Pie - faktisch hebst du damit deine Sparrate an, ohne aktiv daran zu denken.

Wie sich 10 bis 15 € monatlich über Jahre entwickeln, zeigt der Zinseszinsrechner. Der Zinseszinseffekt entfaltet sich gerade bei konsequentem, automatischem Reinvest.

Wenn du die Sparplan-Pflicht berücksichtigen willst: Was ein ETF-Sparplan ist und wie du ihn passend aufsetzt, erklärt unser Ratgeber ETF-Sparplan.

Sicherheit und Rahmenbedingungen: was noch in die Bewertung gehört

Trading 212 hat die frühere FXFlat Bank übernommen und agiert mit deutscher Bank- und BaFin-Lizenz. Seit Januar 2026 ist die Abrechnung in Deutschland steuereinfach, inklusive automatischem Einbehalt von Abgeltungsteuer, Soli und Kirchensteuer. Wertpapiere im Depot gelten als Sondervermögen.

Zinsen spielen bei der Entscheidung eine Nebenrolle, gehören aber zum Gesamtpaket: Trading 212 nennt 4,2 % für Neukunden und danach 2,8 % auf Guthaben. Für den Kartenvergleich zählen sie nicht direkt, setzen aber einen Rahmen für geparkte Mittel.

Was als Nächstes zählt

Die Anbieter ändern Caps, Gebühren und Bedingungen in unregelmäßigen Abständen. Relevant sind vor allem drei Hebel: Höhe des Caps, Auslandsgebühren und Pflichtbedingungen wie Sparplan oder Abo. Wer seine Karte für Reisen nutzt oder häufig in Fremdwährung zahlt, sollte die FX-Konditionen regelmäßig prüfen. Spürbare Änderungen bei einem dieser Punkte verschieben das Ranking sofort.

Weitere Hintergründe zu einem der Anbieter: Kosten von Trading 212

Weitere Tools: Kreditkartenvergleich · Zinseszinsrechner · ETF-Sparplan

War dieser Beitrag hilfreich?

← Alle Artikel

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Alle Angaben, Renditen und Beispielrechnungen sind sorgfältig recherchiert, können sich jedoch ändern – eine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit können wir nicht übernehmen. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust. Aktien4future bietet keine Anlageberatung.

Bleib auf dem Laufenden

Die besten Tipps, Analysen und Updates von Aktien4future – direkt in dein Postfach. Kostenlos und jederzeit abmeldbar.

Mehr zum Newsletter erfahren

Fast geschafft!

Wir haben dir eine Bestätigungs-E-Mail an geschickt.

Postfach direkt öffnen

Keine Mail gefunden? Schau kurz im Spam- oder Werbeordner nach.