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500 € monatliche Dividende: Drei Covered-Call-ETFs im Vergleich

Drei Wege zum monatlichen Cashflow mit Covered-Call-ETFs, stilisierte Ausschüttungen

Global X Euro Stoxx 50 Covered Call, iShares World Equity High Income (WINK) und JPMorgan Global Equity Premium Income werben mit monatlichen Ausschüttungen. Die Quoten sind hoch, die Kosten moderat.

Der Unterschied steckt in der Konstruktion. Der Global X maximiert die Optionsprämie und begrenzt das Aufwärtspotenzial früh. WINK und JPMorgan halten echte Aktien und deckeln weiter oben. Das erklärt, warum der höchste Cashflow nicht automatisch die beste Gesamtrendite bringt.

Für 500 € netto pro Monat reicht die Spanne beim nötigen Kapital von etwa 71.000 bis 89.000 €. Was du dafür aufgibst, ist je nach ETF unterschiedlich: etwas Gebühr, etwas Diversifikation oder ein gutes Stück Kurschance.

10 % / 9,6 % / 7,9 %AusschüttungGlobal X / WINK / JPMorgan
0,35 %TERWINK und JPMorgan
0,45 %TERGlobal X
71.000-89.000 €Kapital für 500 € nettoGlobal X bis JPMorgan

Kosten sind knapp, die Konstruktion entscheidet

Gebührenseitig liegt WINK mit 0,35 % TER gleichauf mit JPMorgan, der Global X kostet 0,45 %. Für aktiv gemanagte Buy-Write-Ansätze ist das niedrig. Entscheidend wird der Bauplan.

  • WINK hält rund 400 Aktien und verkauft Kaufoptionen oberhalb des aktuellen Kurses. Das lässt Luft nach oben, bevor Gewinne begrenzt werden.
  • Global X bildet den Index synthetisch über einen Tauschgeschäft mit einer Gegenpartei, die die Indexrendite liefert. nach und verkauft Calls auf Höhe des aktuellen Kurses. Maximale Prämie, dafür direkt gedeckeltes Upside.
  • JPMorgan hält rund 240 Aktien und schreibt ebenfalls Calls oberhalb des Kurses, aber mit Fokus auf defensivere Titel.

Beim Volumen führt JPMorgan mit über einer Milliarde Euro, WINK liegt bei rund 600 Millionen, Global X etwa bei 100 Millionen. Alle sind groß genug, der kleinste sollte aber im Blick bleiben.

Ausschüttung kommt aus Optionen, nicht aus Dividenden

Die monatlichen Zahlungen stammen primär aus Optionsprämien, nicht aus klassischen Dividenden. Das Prinzip: Du gibst einen Teil der Kurschance ab und erhältst dafür sofort Cash. Wie hoch die Prämien ausfallen, hängt von der Marktvolatilität und vom Zinsniveau ab.

Aktuell zahlt der Global X rund 10 %, WINK etwa 9,6 %, JPMorgan um 7,9 %. Die niedrigere Quote beim JPMorgan ist kein Fehler, sondern folgt aus der defensiven Aktienauswahl und weniger aggressiven Calls.

500 € netto im Monat: so viel Kapital steckt dahinter

Rechne in Deutschland mit Abzügen auf Kapitaleinkünfte von 26,375 %. Aktienfonds profitieren von der Bei Aktienfonds sind 30 % der Erträge steuerfrei; 70 % werden besteuert. von 30 % sowie vom Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr.

Für 500 € netto pro Monat brauchst du brutto etwa 7.000 € Ausschüttung pro Jahr. Beim Kapitalbedarf ergibt sich grob:

  • Global X: etwa 71.000 €
  • JPMorgan: etwa 89.000 €
  • WINK liegt zwischen beiden

Wichtig: Bei einzelnen Depotbanken wird die Teilfreistellung beim Global X offenbar nicht angewendet. Falls das auch bei dir so ist, steigt der Kapitalbedarf dort auf ungefähr 78.000 €. Prüfe deine Abrechnungen, ob die 30 % tatsächlich berücksichtigt werden. Wie lange dein Sparplan bis zur Zielsumme braucht, zeigt der ETF-Rechner.

Konstruktionsunterschiede, die den Ausschlag geben

Die Platzierung des Options-Strike ist der Hebel. Am Geld verkauft bringt die höchste Prämie, limitiert aber jeden Anstieg. Oberhalb des Kurses geschrieben heißt geringere Prämie, dafür mehr Partizipation an Rallyes. Dazu kommt die Frage, ob die Aktien im Fonds wirklich gehalten werden oder das Exposure per Swap entsteht. Physisch zu halten reduziert Gegenparteirisiken und ist transparenter, synthetisch kann günstiger oder praktischer sein, gibt aber das Aktienexposure an eine Gegenpartei.

ETF Bauweise und Kosten Warum es zählt
Global X Euro Stoxx 50 Covered Call Swap, Calls am Geld, TER 0,45 % Maximale Prämie, aber früh gedeckeltes Upside.
iShares World Equity High Income (WINK) Physisch, Calls über Spot, TER 0,35 % Breiter, hält Aktien selbst, mehr Luft nach oben.
JPMorgan Global Equity Premium Income Physisch, defensiver Korb, Calls über Spot, TER 0,35 % Ruhigeres Profil, geringere Prämien.
Global X Steuerthema Teilfreistellung teils ohne Anwendung Kapitalbedarf steigt sonst auf ca. 78.000 €.
Konstruktionsmerkmale im Vergleich

Was eine Ausschüttung steuerlich ist und was nicht, erklärt der Überblick Dividenden erklärt.

Gesamtrendite: warum der höchste Cashflow nicht vorne liegt

Über die letzten 12 Monate liegt WINK inklusive Ausschüttungen bei ungefähr 21 % Gesamtrendite, der Global X bei etwa 12 %, JPMorgan bei rund 8 %. Zum Vergleich: Der Euro Stoxx 50 machte im selben Zeitraum ca. 18 % Kursplus; mit Dividenden ergibt das ungefähr 21 %.

Der Zusammenhang passt: Der ETF mit Calls am Geld gibt in Aufwärtsphasen mehr ab, der defensiv gebaute JPMorgan nimmt zusätzlich Ertrag vom Risikoprofil. Langfristig zeigt sich das auch relativ zur Benchmark. Beim JPMorgan beträgt der Rückstand zur eigenen Vergleichsgröße im Schnitt rund 9,5 % pro Jahr. Das Profil schwankt dafür spürbar weniger.

Zur Einordnung gehören zwei Unsicherheiten: Die Zeitreihen sind kurz und keiner der drei ETFs war bisher durch einen echten Bärenmarkt gelaufen. Währungsunterschiede (USD bei WINK und JPMorgan, EUR beim Global X) wirken zusätzlich.

Was das für dich heißt

  • Willst du stabilen Cashflow und akzeptierst begrenztes Upside, passt die Buy-Write-Logik. WINK wirkt als rundes Paket mit echter Aktienhaltung und höherem Strike. JPMorgan ist ruhiger, zahlt dafür weniger und benötigt mehr Kapital. Global X liefert die höchste Quote, aber mit dem härtesten Deckel und synthetischer Abbildung.
  • Vermögensaufbau über Jahrzehnte lebt vom Zinseszinseffekt. Für einen langen Horizont ist ein breiter Welt-ETF oft die passendere Basis. Buy-Write-ETFs sind dafür eher eine Beimischung, die planbares Einkommen beisteuert.

Woran du es merken wirst

  • In Aufwärtsmärkten bleiben Buy-Write-ETFs hinter dem Index. In seitwärts oder leicht fallenden Phasen fühlen sich die monatlichen Prämien angenehm an.
  • Beobachte drei Dinge: die Netto-Ausschüttungen, die tatsächliche Steuerbehandlung bei deiner Bank und ob die Strategie im ersten echten Abschwung die versprochene Glättung liefert.

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Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Alle Angaben, Renditen und Beispielrechnungen sind sorgfältig recherchiert, können sich jedoch ändern – eine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit können wir nicht übernehmen. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust. Aktien4future bietet keine Anlageberatung.

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