ETF-Wechselrechner: Lohnt sich der Wechsel?

ETF-Kosten sinken – aber beim Wechsel werden Kursgewinne sofort besteuert und Ordergebühren fällig. Gib Depotwert, TER und deinen Anlagehorizont ein: Der Rechner vergleicht „behalten“ und „wechseln“ inklusive Steuerstundungseffekt und zeigt dir Break-even und Netto-Vorteil.

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Aufgelaufener Kursgewinn: · TER-Differenz:

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So rechnet der ETF-Wechselrechner

Sinkende ETF-Kosten locken zum Wechsel – doch Steuern und Gebühren können den Vorteil auffressen. Der Rechner stellt beides gegenüber.

TER-Differenz und laufende Ersparnis

Die Total Expense Ratio (TER) ist die jährliche Fondsgebühr. Fällt sie von 0,50 % auf 0,12 %, sparst du 0,38 Prozentpunkte pro Jahr auf dein investiertes Volumen – bei 50.000 € sind das 190 € im ersten Jahr.

Wechselkosten: Steuer und Gebühren

Beim Verkauf werden realisierte Kursgewinne besteuert (Abgeltungsteuer plus Soli, abzüglich Teilfreistellung und Freistellungsauftrag). Dazu kommen Ordergebühren für Verkauf und Kauf. Zusammen bilden sie die einmaligen Wechselkosten.

Steuerstundungseffekt

Solange du hältst, bleibt auch der steuerpflichtige Gewinnanteil im Depot und kann mitverzinsen. Verkaufst du zum Wechseln, fehlt dir dieses Kapital dauerhaft – der Rechner modelliert das im langfristigen Vergleich.

Faustregel

Ein Wechsel ist oft sinnvoll, wenn die Amortisation deutlich kürzer ist als die Hälfte deines Anlagehorizonts und der neue ETF denselben Index abbildet. Bei hohen Buchgewinnen und kurzer Restlaufzeit ist „Behalten“ häufig die bessere Wahl.

Häufige Fragen zum ETF-Wechselrechner

Wann lohnt sich ein ETF-Wechsel?

Ein Wechsel lohnt sich, wenn die laufende TER-Ersparnis über deinen Anlagehorizont größer ist als die einmaligen Wechselkosten – also Ordergebühren plus die sofort fällige Steuer auf deine Kursgewinne. Je höher der Buchgewinn und je kürzer der Horizont, desto seltener rechnet sich ein Wechsel.

Was ist der Steuerstundungseffekt?

Solange du deinen ETF hältst, bleibt auch der steuerpflichtige Gewinnanteil investiert und kann weiter wachsen. Verkaufst du zum Wechseln, zahlst du Steuern sofort – das Geld fehlt dir danach beim Vermögensaufbau. Genau dieser entgangene Zinseszins ist der Steuerstundungseffekt.

Welche Steuern berücksichtigt der Rechner?

Optional werden Abgeltungsteuer (25 %) plus Solidaritätszuschlag (insgesamt 26,375 %), Teilfreistellung (Standard: 30 % bei Aktien-ETFs) und der Sparer-Pauschbetrag beim Sofortverkauf einberechnet. Kirchensteuer und Vorabpauschale bleiben zur Vereinfachung außen vor.

Was ist die Amortisationszeit / Break-even?

Die Amortisation zeigt, nach wie vielen Jahren die jährliche TER-Ersparnis die einmaligen Wechselkosten ausgleicht. Faustregel: Der Wechsel ist oft sinnvoll, wenn die Amortisation deutlich kürzer ist als die Hälfte deines verbleibenden Anlagehorizonts.

Was sind Opportunitätskosten beim ETF-Wechsel?

Opportunitätskosten sind Erträge, die dir entgehen, weil du Steuern früh zahlst statt sie über Jahre zu stunden. Der Rechner schätzt, wie viel die Sofortsteuer bei deiner angenommenen Rendite über den Anlagehorizont zusätzlich an Wert verloren hätte.

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