Reichtumsrechner: Wie reich bist du im Vergleich?
Drei Angaben genügen: Der Reichtumsrechner ordnet dein Einkommen und dein Nettovermögen in die Verteilung in Deutschland ein – wahlweise als Einzelperson oder als Haushalt und fair verglichen mit deiner Altersgruppe. Das Ergebnis ist eine modellierte Schätzung auf Basis öffentlich verfügbarer Daten von Bundesbank, Destatis, DIW und IW Köln.
Deine Eingaben
Deine Einordnung
Dein ReichtumsquantilKombinierte Position aus Nettovermögen (60 %) und Nettoeinkommen (40 %) im Vergleich zu deiner Altersgruppe – auf Personen- oder Haushaltsebene, je nach Auswahl.
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- Vermögens-Position (altersbereinigt)Geschätzter Anteil deiner Altersgruppe mit geringerem Nettovermögen.
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- Einkommens-Position (altersbereinigt)Geschätzter Anteil deiner Altersgruppe mit niedrigerem Nettoeinkommen.
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- Median-Nettovermögen deiner AltersgruppeDie Hälfte deiner Altersgruppe besitzt weniger, die andere Hälfte mehr – auf der gewählten Vergleichsebene.
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- Aufbauphase
- Solide Mitte
- Wohlhabend
- Top-Vermögen
Modellierte Schätzung auf Basis öffentlich verfügbarer Daten (Bundesbank PHF 2023, IW Köln, Destatis, DIW/SOEP) – keine amtliche Statistik. Die Werte gelten je nach Auswahl auf Personen- bzw. Haushaltsebene.
Deine Position in der Verteilung
Methodik: So rechnet der Reichtumsrechner
Der Rechner nutzt keine starre Tabelle, sondern geglättete Verteilungskurven, die an öffentlich publizierte Eckwerte kalibriert sind. So kommt für jede Kombination aus Einkommen, Vermögen, Alter und Vergleichsbasis eine stufenlose Einordnung heraus.
Einzelperson oder Haushalt
Die meisten Statistiken zählen Haushalte – Paare mit zwei Einkommen erscheinen dort als eine Einheit. Damit du dich nicht als Einzelperson mit Doppelverdiener-Haushalten vergleichen musst, rechnet der Rechner mit zwei getrennt kalibrierten Datensätzen: Haushalte auf Basis der Bundesbank-Vermögensbefragung (PHF 2023) mit der Altersgruppen-Auswertung desIW Köln und Destatis/EU-SILC-Einkommen; Einzelpersonen auf Basis der individuellen Vermögensdaten desDIW Berlin (SOEP) – auf das heutige Niveau fortgeschrieben – sowie persönlicher Nettoeinkommen aus Verdiensterhebung und Mikrozensus.
Das Verteilungsmodell
Für jede Altersgruppe wird das Nettovermögen als Mischverteilung modelliert: ein Anteil ohne bzw. mit negativem Nettovermögen (bei Einzelpersonen sind das rund 20 % der Erwachsenen!), ein lognormaler Verteilungskörper durch die publizierten Perzentile der Altersgruppe und darüber ein Pareto-Tail für sehr hohe Vermögen. Zwischen den Altersgruppen werden die Parameter stufenlos interpoliert – dein Alter bestimmt also deine eigene Vergleichskurve. Das Einkommen wird analog als Lognormalverteilung je Altersgruppe modelliert.
Das kombinierte Reichtumsquantil
Aus beiden Kurven ergibt sich je ein Perzentil: dein Rang beim Vermögen und beim Einkommen innerhalb deiner Altersgruppe. Kombiniert werden sie nicht als einfacher Durchschnitt – der würde Spitzenpositionen systematisch kleinrechnen –, sondern über einen gemeinsamen Score (Gaussian Copula) mit 60 % Gewicht auf dem Vermögen, 40 % auf dem Einkommen und einer typischen Einkommen-Vermögen-Korrelation von 0,5. Wer in beiden Dimensionen zum obersten Prozent gehört, landet so auch kombiniert im obersten Prozent.
Grenzen des Modells
Sehr hohe Vermögen sind in Befragungen untererfasst, die Eingaben sind Selbstauskünfte, und Region oder Haushaltsgröße im Detail bleiben unberücksichtigt. Auf Personenebene stammen die Vermögensdaten aus 2019 und wurden fortgeschrieben. Behandle das Ergebnis daher als gut kalibrierte Orientierung mit einer Unsicherheit von einigen Prozentpunkten – nicht als exakte Messung.
Häufige Fragen zum Reichtumsrechner
Einzelperson oder Haushalt – was soll ich wählen?
Wähle „Einzelperson“, wenn du dein eigenes Einkommen und dein eigenes Vermögen eingibst – dann wirst du mit einzelnen Erwachsenen deiner Altersgruppe verglichen. Wähle „Haushalt“, wenn ihr als Paar oder Familie gemeinsam wirtschaftet und du die Summen des ganzen Haushalts eingibst. Die amtlichen Statistiken unterscheiden sich deutlich: Haushalte (oft zwei Verdiener) haben höhere Werte als Einzelpersonen.
Wie genau ist der Reichtumsrechner?
Der Rechner liefert eine modellierte Schätzung, keine amtliche Statistik. Die Kurven sind an publizierte Eckwerte kalibriert (Bundesbank PHF 2023, IW Köln, Destatis, DIW/SOEP). Auf Haushaltsebene ist die Datenlage sehr gut; auf Personenebene beruhen die Vermögensdaten auf der SOEP-Studie 2019 und wurden auf das heutige Niveau fortgeschrieben – dort ist die Unsicherheit etwas größer.
Warum wird das Vermögen altersbereinigt?
Vermögen wird über Jahrzehnte aufgebaut: Der Haushalts-Median der unter 35-Jährigen liegt bei rund 17.000 €, der der 55- bis 64-Jährigen bei über 240.000 €. Ein direkter Vergleich eines 30-Jährigen mit einem 65-Jährigen wäre daher wenig aussagekräftig. Der Rechner vergleicht dich deshalb mit deiner Altersgruppe.
Was zählt alles zum Nettovermögen?
Alles, was du besitzt, minus alles, was du schuldest: Ersparnisse, Depot, selbstgenutzte und vermietete Immobilien, Betriebsvermögen, Fahrzeuge und private Renten-/Lebensversicherungen – abzüglich Hypotheken und Konsumkrediten. Ansprüche an die gesetzliche Rente zählen (wie in den zugrunde liegenden Statistiken) nicht dazu.
Ab wann gilt man in Deutschland als reich?
Eine offizielle Definition gibt es nicht. Häufig genutzte Marken: Zu den vermögendsten 10 % der Haushalte gehört, wer über rund 777.000 € Nettovermögen verfügt; als Einzelperson beginnt das reichste Prozent bei gut 1,5 Mio € Nettovermögen (DIW/SOEP, fortgeschrieben). Der Rechner ordnet dich feiner ein – innerhalb deiner Altersgruppe.